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Bley – Wurstproduktion mit Computereinsatz
Bley Fleisch- und Wurstwaren – Das Familienunternehmen produziert an drei Standorten im Norden

Bley ist ein Vollsortimenter, der große Handelsketten beliefert.
Auch Spezialitäten wie Grünkohl werden jetzt wieder im Ammerland hergestellt.

Von Annika Voßen
Edewecht – Die computerunterstützte Schneide- und Verpackungsstraße ist neu, wie auch die gesamte Halle. In neueste Anlagen wurde investiert, ebenso in die Sanierung der älteren Produktionsräume. Die Edewechter Produktionsstätte von Bley Fleisch- und Wurstwaren ist nun doppelt so groß wie zuvor „Wir haben 2007 die Grundlagen dafür geschaffen, dass wir die Produktion steigern können. Wir sind räumlich und technisch dementsprechend ausgestattet“, erklärt Geschäftsführer und Inhaber Rolf Bley.

Er sieht sein Unternehmen für die Zukunft gut aufgestellt. Auch weil der Fleisch- und Wurstwarenhersteller inzwischen an drei Standorten – neben dem größten Werk Edewecht auch in Schwerin und Zeven – produziert. Bley hat dafür bekannte regionale Wursthersteller aufgekauft, die gut ins Firmenprofil passten. Es gäbe einen „Zwang zur Größe“, verbunden mit „Tophygiene“ und Qualität, so Bley, kleine Schlachtbetriebe existierten kaum noch. Die Firma Bley könne nun insgesamt bis zu 250 Tonnen Wurst pro Woche herstellen.

Das Unternehmen bekommt täglich frisches Fleisch aus umliegenden Schlachthöfen geliefert. Möglichst noch am gleichen Tag wird es bei Bley zu Wurstwaren verarbeitet. Das Familienunternehmen ist inzwischen ein Vollsortimenter. „Wir haben alles, vom geräucherten Ammerländer Schinken bis zu luftgetrockneter Rohwurst“, erklärt Petra Bley-Schultz. Während die eine Wurstsorte noch in der Räucherkammer nachreift, kommt die andere direkt in die Kühlkammer, in denen einen fröstelnde zwei Grad Celsius herrschen. Produziert werden Wurst- und Fleischwaren für die Selbstbedienungsabteilung wie auch für die Bedienungstheke.

Die Geschwister Bley haben die Firma von ihrem Vater übernommen und sich die Aufgaben aufgeteilt. Während sich Rolf Bley um die Firmenleitung kümmert, ist Petra für den Vertrieb verantwortlich. Sie verhandelt mit den großen Kunden, zu denen Edeka, Rewe, Metro und Bünting gehören. Für den Einkauf ist Karl-Ernst Hartz verantwortlich, dessen Firma samt Produktpalette und Personal von Bley übernommen wurde.

Neben dem Wurstangebot bietet die Bley GmbH auch verschiedene regionale Spezialitäten an, je nach Standort: Grünkohl mit Pinkel im Oldenburger Raum, Lungenwurst in Schwerin und Kohlwurst in Zeven. In Edewecht stapeln sich daher zurzeit die 25 Kilo-Säcke mit Hafergrütze und Salz. In den großen Kessel blubbert schon der Grünkohl. Fertig gewürzt und noch heiß wird er in Plastikschalen verpackt und zugeschweißt. „Das hier ist richtige Hausmannskost mit frischen Zutaten“, schwärmt Petra Bley-Schultz. Der Grünkohl mit Fleischeinlage sei nicht nur bei den Einheimischen, sondern auch bei Touristen als Mitbringsel beliebt, weiß die Vertriebsleiterin.

Moderne Produktionstechnik

150 Festangestellte arbeiten bei Bley an drei Standorten, etwa die Hälfe davon in Edewecht. 19 Auszubildende lernen hier Berufe wie Fleischer oder Bürokauffrau.

Die Unternehmen Schweriner, Hartz und Roose wurden mit ihren Spezialitäten von Bley übernommen.

Absatzmarkt ist hauptsächlich der gesamte norddeutsche Raum. Etwa zehn Prozent der Waren werden ins Ausland, vor allem in die Niederlande, nach Norwegen und Irland, exportiert.