Roose

Geschichte der Wurstfabrik Friedrich Roose

1846 gründete Friedrich Roose (Bild 1) eine Schlachterei in Zeven. Als sein Sohn Ludwig 1884 den Betrieb übernahm, wurden 9 Angestellte beschäftigt. Ludwig entwickelte zahlreiche neue Rezepturen und Delikatessen, konnte die Ware aber nicht über die Stadtgrenzen hinaus liefern. Belieferungen erfolgten zu der Zeit hauptsächlich mit dem Fahrrad.
Erst als sein Sohn Friedrich 1918 den Betrieb übernahm, wurde die Produktion deutlich ausgebaut. Bis zu 25 Gesellen schlachteten und verwendeten wöchentlich bis zu 40 Schweine und lieferten die Fleisch- und Wurstwaren in das Elbe – Weser – Gebiet aus. Vor allem im Hamburger und Bremer Raum wurden damals schon die Rohwurstspezialitäten geschätzt.
Bereits in der Zeit vor dem 2. Weltkrieg konnte die Firma zahlreiche freie Qualitätsprüfungen gewinnen.
Als 1949 Friedrich ganz den Betrieb übernahm, führte er die Konservenproduktion ein. Zevener Klosterwürstchen, Hanseaten Labskaus und Corned Beef wurden zu einem wichtigen Standbein der Firma.
Da die Produktion mitten in Zeven lag, wurde 1972 ein Neubau im Industriegebiet Zeven Aspe notwendig.
Die Schlachtung in der eigene Laden wurde verkauft und eingestellt. Da der neue Standard direkt gegenüber vom Zevener Schlachthof liefert, wurde die tägliche Belieferung mit Frischfleisch noch einfacher.
Als 1987 Konrad Hinzemann den Betrieb der Familie Roose abkaufte, arbeiteten in der Firma über 100 Angestellte.
Konrad Hinzemann führte den Betrieb in die Neuzeit. Es wurde umfassend modernisiert, angebaut und standardisiert: International Food Standard (IFS), Bio Siegel und EV Nummer vom hohen Qualitätsstandard der Produktionsstätte.
2007 übernahm die Bley Fleisch- und Wurstwaren GmbH den Betrieb. Die Produktpalette wurde um Mockturtle und Pinkel erweitert, was vor allem in den Wintermonaten zu einer erheblich hohen Auslastung geführt hat. Zur Zeit werden im Zevener Betrieb bis zu 100 Tonnen Wurst und Fleisch wöchentlich hergestellt.